02.02.15 12:20 Alter: 2 yrs

Kurs zum zertifizierten Passivhaushandwerker ein voller Erfolg

Von: Claudia Sieberath

Erstmals gemeinsamer Kurs „Passivhaushandwerker“ von LHK und Passivhauskreis Rosenheim-Traunstein

Überaus positive Resonanz aller Beteiligten

Im Herbst vergangenen Jahres haben das Lehrinstitut für Holz- und Kunststofftechnik (LHK) und der Passivhauskreis Rosenheim – Traunstein einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, mit dem Ziel, energieeffizientes Bauen und Sanieren und die Bedeutung von Passivhausstandards in den Köpfen regionaler Handwerker zu etablieren. Jetzt fand in den Räumlichkeiten des Lehrinstituts der erste gemeinsame Kurs zum „Passivhaushandwerker“ statt. An dem dreitägigen Seminar nahmen 24 Handwerker im Alter von 22 bis 62 Jahren der Gewerke „Gebäudehülle“ und „Haustechnik“  teil. Experten des Passivhauskreises referierten über die theoretischen Grundlagen der Gebäudehülle, der Lüftung und der Wärmeversorgung im Passivhaus. Die Bedeutung der Luftdichtigkeit sowie der Einsatz von Fenstern als maßgeblicher Beitrag zur solaren Beheizung von Gebäude zu nutzen wurden ebenso ausgeführt, wie die Möglichkeiten von Energieeinsparungen um den Faktor zehn bei der Altbausanierung und den sinnvollen Einsatz von Verbrennungsanlagen. „Unserer Gebäude verbrauchen für Heizung und Warmwasserbereitung den weitaus größten Teil der rasant schwindenden Energievorräte. Das regionale Handwerk ist in einzigartiger Weise geeignet die Energieeffizienz unser Gebäude im Neubau und in der Altbaumodernisierung erheblich zu steigern. Hierzu ist es wichtig, die neuen Erkenntnisse und praxiserprobte Lösungen in die tägliche Arbeit einzubringen. Ein hohes Verständnis der Gewerke untereinander ist von ausschlaggebender Bedeutung“, so Mitinitiator der Veranstaltung Franz Freundorfer, Geschäftsführer des Passivhauskreis Rosenheim-Traunstein. „In dem dreitägigen Seminar wurden den Teilnehmern die theoretischen Kenntnisse des energieeffizienten Bauens vermittelt wie zum Beispiel Berechnung von Luftströmen oder Bauphysik, damit diese in ihrer täglichen handwerklichen Arbeit nutzbringend umgesetzt werden können.  Untermauert wurde die Theorie mit umfangreichen praxisbezogenen Beispielen, die zum Teil aus den Erfahrungen der teilnehmenden Handwerker selbst kamen. Besonders erfreulich war die überaus positive Resonanz, die unsere Referenten erfuhren und wie schnell ein Umdenken erfolgt. So teilte zum Beispiel der Innungsobermeister des Sanitärhandwerks Traunstein mit, er sehe jetzt die Gebäude mit ganz anderen Augen“.

Am Ende des Seminars legten die Teilnehmer die Prüfung zum  „zertifizierten Passivhaus-Handwerker“ ab, nach der Erstkorrektur des Kursleiters Franz Freundorfer haben alle erfolgreich bestanden. Die Arbeiten werden nun noch vom PHI unter die Lupe genommen.

 

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