Dr. Peter Ramsauer beim Passivhauskreis in Traunstein

Der Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer will Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Energie und Umwelt zu einem der zentralen Themen seines Ministeriums in der aktuellen Legislaturperiode machen. Um die Potenziale im Gebäudesektor auszunutzen, setzt er bei der Umsetzung auf die Zusammenarbeit und das Know-how von Architekten und Ingenieuren. Ein Beispiel dafür sei der
Passivhaus-Standard. Ramsauer auf einer AHO-Tagung1) vor über 150 Architekten und Ingenieuren: „Wenn es gelingt, den Heizenergiebedarf von 150 kWh/(m2a) auf 15 kWh/(m2 2a) herunterzufahren, dann ist das ein geradezu sensationeller Quantensprung, den man im gesamten Bereich des Neubaus einschließlich des öffentlichen Neubaus und soweit möglich auch im Gebäudebestand nutzen muss.“
Bereits am 11. November 2009 hatte Ramsauer bei der Vorstellung der Schwerpunkte seiner Politik als Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vor dem Deutschen Bundestag das Passivhaus kurzerhand zum Standard erklärt: „Ich will in diesem Amt [als Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung] echte operative Energie- und Umweltpolitik betreiben. [...]
Ich setze große Hoffnungen darauf, dass wir im Bereich Bauen und energetische Gebäudesanierung zu gewaltigen Energieeinsparungen kommen können. Wir hätten es uns vor 20 Jahren nicht träumen lassen, dass wir eines Tages mit einer Entwicklung, die inzwischen Standard ist – ich meine das sogenannte Passivhaus – den Energieverbrauch beim Heizen auf rund 15 kWh/(m²a) herunterschrauben könnten. Das sind großartige Perspektiven, die ich aus meinem Haus heraus mit allen Kräften anschieben und fördern werde.“
Der Besuch der AHO-Tagung war der erste „Verbandstermin“ den Ramsauer nach seinem Amtsantritt als Bauminister wahrgenommen hat. Es bleibt abzuwarten, wie viel seiner Begeisterung für das Passivhaus er auf die Immobilienwirtschaft übertragen kann. Die hatte zuletzt sogar gefordert, von einer weiteren Absenkung des zulässigen Energiebedarfs in der Energieeinsparverordnung abzusehen. Die im Raum stehende Absenkung ist wertmäßig und konzeptionell noch deutlich vom Passivhaus entfernt. ToR

 

 

 

 

 

 

 

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